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Damenriege

Damenriege

Wir sind eine Gruppe von aufgestellten Damen im Alter von 50 bis 80+ Jahre, die sich gerne bewegen und fit bleiben möchten. Wir bewegen uns gerne zu Musik, was die Kondition, die Koordination und die Konzentration fördert. Mit sanftem Krafttraining stärken wir unsere Muskulatur, inklusive die Lachmuskeln! Auf einem jährlichen Ausflug und bei verschiedenen Anlässen im Verein wird auch das Gesellige gepflegt.

 

Fühlst Du Dich angesprochen, komm doch unverbindlich mal bei uns vorbei und mach mit. Wir sind jeweils am Donnerstag von 20 Uhr bis 21:15 in der Vogesenhalle.

Ich bitte Dich um kurze telefonische Anmeldung unter der Tel. Nr. +41 79 863 48 42.

Barbara Wilmering Wetter

 

 

 

 

 


Nach ere schwiel warme Gwitternacht,

hänn sich 19 Fraue uff d'Socke gmacht.

Am 7:15 dien si scho uff em Bänkli in dr Schalterhalle warte

und pünktlig am 7:45 dien mir denn starte.

Kum hänn mir d'Stadt hinter uns glo

isch d'Barbara mit ere Schachtle Schokikäferli ko.

Jedes het uff em Buuch e Name vom ene Bärg us dr Wanderregion ka,

nur ich mit em Mont Blanc lieg wit näbedra

Jetzt muess ich halt dä Zweitägig nonemol revuepassiere lo,

damit im Mitteiligsblatt au öpis duet sto.

Aber scho bald hänn mir dä Zug wieder miesse verlo,

denn mir sin unterdesse in Interlake ako.

Dr Zug uff Grindelwald dä duet scho warte

und mir hänn rassig uff s'andere Peron übere miesse starte.

E schöni Fahrt dr Lütschine no, verbi an Wilderswil

und schon kunnt Grindelwald, unser Etappeziel.

Uff eme Sunneterässli hänn mir no e Käffeli gno

und uns von dr heerlige Bärgwält fasziniere lo.

Will d'Jacky wäge ihrem Fuess nit het könne mit uns ko,

het si derfür dä Kaffi uff Ihri Rächnig gno. (Härzlige Dank vo uns Alle!)

Mit hoffe, Du bisch bald wieder fit

und kunsch denn s'nägscht Johr wieder mit.

Und will mir gar nit so hänn miesse pressiere,

könne mir no gmietlig durch Grindelwald flaniere.                                                                                             

dr ausflug 2016 01

Denn kunnt s'Poschtauto wo uns uff die Grossi Scheidegg uffe fahrt,

denn dört isch unsere Wanderstart.

D'Barbara macht das ganz genial,

denn jetzt träffe alli Ihri eigeni Wahl.

Me ka uff d'Schwarzwaldalp abe laufe uff diräktem Wäg,

oder me entscheidet sich für dr Panoramawäg.

E paar wänn sich die ganzi Wanderig spare

und dien mit em Poschtauti uff d'Schwarzwaldalp abe fahre.

Au dr Panoramawäg het's in sich gha,

denn mir hänn e fantastischi Ussicht gha.

Vo de Ängelhörner bis zum Jungfraujoch,

sehn mit die Bärge ganz, ganz noch.

Die wo abegfahre sin, dien unde no d'Gegend erkunde

und hänn uff däm Rundgang au no e gmietlig Beizli gfunde.

Doch abe gfahre oder gloffe,

am spötere Nomidag hän mir uns alli im Gartebeizli troffe.

Mir hänn no öppis kiehls z' trinke zu uns gno

und au grad no dr Zimmerschlüssel beko.

 

dr ausflug 2016 02

D'Sabina rieft dr Kathi zuem Fänschter use: "kasch ko, s'isch alles parat"!

Do reagiere e paar Männer spontan und riefe:"ok, mir kömme grad"!

In dr Gartewirtschaft hänn natürlig alli glacht

und d'Sabina het schnäll s'Fänschter zuegmacht.

S'Lisbeth isch denn bim dusche  e bitz schnäll um d'Egge boge

und unsanft uff dr Steibode gfloge.

S'Handglänk isch gschwulle und duet weh,

drum hänn mir Ihm grad a Ponstantablette ge.

Zum Glück hänn mir Voltaren und e Bandage derbi,

und binde das Handglänk fachmännisch i.

Am Zyschtig im Notfall het äs s'Resultat beko,

s'Handglänk isch broche, mit eme Gips het äs s'Spital denn verlo.

Nach eme super guete z'Nacht

hänn mir uns denn spöter nach Bettehuuse uffgmacht.

Doch zerscht wird no e Flugzüg entfiert

und s'Elsi hett uns alli in dä Fall integriert.

E Funker, 2 schreegi Stuardesse, 2 Ganove, Passagier und dr Pilot mit em stiffe Huet.

Doch s'Fazit vo dere Gschicht, wenn me zämme hebt, kunnt's doch no guet.

Am andere Morge, dr Himmel isch no wolkeverhange,

dien mir schon uffs z'Morge blange.

Früsch gschtärkt dien mir in Tag ine starte,

denn d'Roselaui-Schlucht duet uff uns warte.

 

dr ausflug 2016 03

Zerscht gohts aber gmietlig im Rychebach no,

denn dien mit plötzlig vor eme gigantische Wasserfall stoh.

Mir wänn natürlig die Schlucht erkunde,

drum löhn mir d'Ruggsegg bim Hüttli unde.

Es goht durch die wildi Schlucht duruff, Tritt für Tritt

und mir nämme imposanti Bilder und Ydrügg mit.

Denn heissts aber wieder d'Ruggsegg schnappe,

für die nägschti Tagesetappe.

Die Meischte fahre denn mit em Poschtauto,

e paar wänn no per Pedes go.

Unterwägs fangts denn afo rägne a.

Zuem Glück hänn mir dört grad e Poschti-Haltstell gha.

S'Poschtauto fahrt au grad ii

usser vier, sinn bim Fahre alli derbi.

Bis Kaltbrunne dien mit die Autofahrt gniesse,

doch bim Usstiege duets Bindfäde giesse.

Mir dien uns unters Gartebeizlidach rette

und dänke, dass mir dört au öppis ässe wette.

Doch usser Schnipo git's nüt, duet d'Wirtin verzelle.

10 Fraue dien denn das Menu bschtelle.

S'Bescht isch aber, die het uns gar nid in d' Gaschtstube glo.

So hänn die Räschtlige halt nur öppis z' Trinke gno.

Unterdesse isch au d'Barbara, s'Dorli, Jutta und d'Silvia ako,

und mir alli hänn no e "Huuskaffi" zuem Uffwärme gno.

Drei hänn no welle nach Zwirgi abe marschiere,

dr Räscht losst sich vom Poschtauto abe chauffiere.

Mit hänn uns denn halt miesse d'Zyt vertriebe

mit S.M.S. und Karte schribe.

Au e Jässli isch no dinne gläge,

denn dusse wär me eh im Räge.

S'Poschti kunnt au schön zuer Zyt

und nimmt uns Fraue wieder mit.

In Zwirgi stiege die tapfere Wanderer (Barbara, Dorli, Silvia) zue

und zämme gohts denn Meiringe zue.

D'Brünigbahn die nimmt uns mit

über dr Brünig das isch e Hit.

Mit fahre über Bärg und Tal,

gsehn See und Dörfli überall.

Vo Luzärn nach Basel do sinn mer denn no gli

und schon heisst's :"Usstiege, unser Reisli isch verbi"!

Barbara, Du hesch das alles wieder super organisiert

und uns in e traumhaft schöne Egge von unserem Heimatland gfiert.

Drum, liebe Barbara, e grosses "DANKSCHÖN" vo uns Alle,

mir hänn's gnosse und es het uns super gfalle.

Mit freue uns - und das isch wohr,

jetze scho uff s'nägschte Johr.

Dini DR-Fraue Vally und Co.

Da unser Vereinsjahr um ein halbes Jahr verlängert wurde, und der Jahresabschluss nun Ende der Sommerferien festgelegt wurde, fasse ich nun eineinhalb Jahre zusammen.

Das Jahr 2015 war unser Vereins-Jubiläumsjahr. Es liefen viele Vorbereitungen, die vor allem von dem  eigens dafür gebildeten OK geleistet wurden. Der Turnbetrieb war davon nicht betroffen. Wie in den vergangenen Mitteilungsblätter zu lesen war, wurde dieses 2-tägige Fest sehr gelobt. Die Damenriege hat rege daran teilgenommen. Vor allem ältere Damen, die nicht mehr aktiv mitturnen, haben die Gelegenheit benutzt, am Fest teilzunehmen um unter anderem Ihre Turnkameradinnen wieder zu treffen.
Kurz danach hat unsere DR-Wanderung ins Goms stattgefunden. Bei heissen Temperaturen wanderten wir in zwei Gruppen von Oberwald nach Münster. Im frisch renovierten Landhaus in Münster übernachteten die 17 Turnerinnen. Der zweite Tag führte uns dann von der Bettmeralp zur Riederalp, was eher eine gemütliche Wanderung war.

im Dezember fand der "Santichlaus-Anlass" statt, den Alice und ich etwas anders gestalten wollten als in den vergangenen Jahren. Das Interesse daran war leider nicht grösser, sodass es wieder ein eher kleiner, aber familiärer Anlass wurde. Die Damen der Damenriege waren dort stark vertreten, sei es als Hilfe in der Küche oder zumindest als Teilnehmerin. Dieser Anlass ist für uns zugleich der Jahresabschluss-Abend vor Weihnachten.

Im Januar durfte ich den 2-tägigen Zentralkurs Männer/Frauen des Schweizerischen Turnverbandes in Aarau besuchen. Die gebotenen Lektionen  waren sehr interessant. Es gab einige Lektionen für Kraft, Koordination und Ausdauer, eine davon war am Sonntagmorgen um 8Uhr! Es gab verschiedene Ballspiele, Gymnastik mit Choreographie, Barrenturnen, "Speckbrett-Tennis" und wir durften die "Black-roll" von SUVA für das Faszien-Training kennenlernen. Es war ein sportlich intensives Wochenende. Teile aus diesen Lektionen konnte ich in die Turnstunde einbringen.

Wir sind weiterhin eine konstante Damengruppe, die sich regelmässig am Donnerstagabend in der Vogesen-Turnhalle trifft. Leider gab es im letzten Jahr ein paar kürzere Spitalaufenthalte einiger Turnerinnen. Es gab Probleme mit dem Herz, dem Darm oder mit den Gelenken. Es war auch die Grippe, die sogar mich vergangenen Winter ins Bett zwang. Doch dank dem aktiven Lebensstil, den die meisten Turnerinnen pflegen, waren sie bald wieder gesund und beim Turnen dabei.

Es gibt auch mal einen Stolperunfall, der aber meistens nur blaue Flecken hinterlässt. Ein Beispiel, passierte an der Tramhaltestelle "Bankverein" bei Regen. Elsi, mit Ihrem frisch operierten Knie, wartete auf's Tram, das dann viel weiter hinten anhielt als gedacht. Kurzentschlossen setzte sie zum Sprint an und stolperte über einen Regenschirm, den Ihr ein Herr unbewusst in den Weg hielt. Elsi fiel zu Boden, der arme Herr erschrak und entschuldigte sich tausendmal. Er half Ihr aufzustehen und bot Ihr weitere Hilfe an. Elsi gab Ihm daraufhin nur den Rat. "Das nächste Mal, wenn Sie bei Regen rausgehen nehmen Sie bitte einen Knirps mit!!"  
Sie liess sich dann in der nächsten Apotheke ihre Schürfungen desinfizieren. Die blauen Flecken blieben aber noch länger sichtbar. Auch Stürze in der Sauna hinterlassen blaue Flecken, gäll Jutta. Stolpern über herumliegende Musikinstrumente können Zehen verletzten, gäll Edith.

Wir haben in diesem Jahr auch eine neue Turnerin bekommen, Christine, herzlich willkommen!

Für den diesjährigen Ausflug ist schon alles reserviert. Wir fahren ins Berner Oberland und wandern zwischen Grindelwald und Meiringen. Wir werden auf der Schwarzwaldalp übernachten. Es freut mich, dass wir auch für den Ausflug eine konstante Gruppe von 17-20 aktiven, passiven und ehemaligen Turnerinnen zusammen bekommen. Die Anmeldungen kommen rechtzeitig und Abmeldungen gibt es höchstens mal aus gesundheitlichen Gründen.

Ich danke den fleissigen Turnerinnen für die langjährige Treue, denn es sind schon bald 13 Jahre, dass ich die Damenriege leite. Es macht mir immer noch Freude mit Euch zusammen.

Was war wohl speziell an diesem Jahr? Eigentlich nichts, ausser, dass eine Jahresfeier stattgefunden hat, an der wir nichts zum Programm beigetragen haben, einen Ausflug, der voller Überraschungen war, es gab ein paar gesundheitsbedingte Absenzen und wir haben eine neue Turnerin seit gut einem Jahr. Doch nun alles der Reihe nach:

 

Der Turnbetrieb hat normal im neuen Jahr begonnen. Ein harter Kern, das sind neun bis 12 Damen, packen regelmässig am Donnerstag Ihre Turntasche und pilgern abends in die Vogesenhalle um gemeinsam etwas für den Körper und das Gedächtnis zu tun. Eine kleine „Combi“ zum Aufwärmen regt den Kreislauf und das Gehirn an. Anschliessend gibt es ein paar Übungen für die Kraft und Beweglichkeit und einen Hauptteil mit einem Handgerät oder einem Spiel. Zur Entspannung dienen ein paar Dehnübungen, die die Turnstunde abrunden. Mein Ordner ist schon prall gefüllt mit meinen Notizen zu den Lektionen seit Oktober 2002. Sie geben mir immer wieder Ideen für die Planung der neuen Lektionen. Manche Übungen führen wir heute in der „Light-Version“ aus, denn sie wären sonst zu streng. Wir werden alle älter und ab und zu plagen uns kleine Zipperlein. Mal sind’s die Augen, mal die Gelenke, das Herz oder die Psyche, die einem das Leben schwer machen. Doch schlussendlich sind wir alles gesunde, robuste, aktive und lebensfrohe Frauen, die schnell wieder auf den Beinen sind. Besonders freut mich, dass Mina wieder dabei ist!

 

Im diesem Jahr durfte ich fünf aktiven Turnerinnen zwischen 65 und 75 zum runden oder „halbrunden“ Geburtstag gratulieren. Der ältesten aktiven Dame habe ich schon vor zwei Jahren zum 85. Geburtstag gratuliert! Es gibt auch noch ein paar Aktive in meinem Alter, die noch nicht pensioniert sind. Trotz des breiten Altersspektrums harmonieren wir recht gut. Es gibt oft was zu Lachen, was auch zum Turnen gehört. Beim Durchblättern meiner Notizen ist mir aufgefallen, dass die meisten Damen schon 2002 an meinen Turnstunden teilgenommen haben. Wir sind eine stabile Truppe mit mässigem Zuwachs. Brigitta, unser neustes Mitglied, turnt und walkt nun auch schon mehr als ein Jahr mit uns. Leider ist Gina, eine langjährige aktive Turnerin im Januar 2015 im 88. Lebensjahr verstorben.

 

Im vergangenen Jahr war ich privat sehr engagiert und hatte den Kopf nicht frei, um mir eine Choreografie für einen Auftritt an der Jahresfeier auszudenken. Ich hoffe, das nächste Mal wieder mit einer Darbietung dabei zu sein. Dafür waren wir wie immer bei Helfereinsätzen aktiv. Beim „Quer“ mehr mit „Kuchen backen“, da die Einsätze auf die Riegen verteilt wurden, aber bei der Kleinhüninger Jahresfeier waren wir wieder mit tatkräftigem Einsatz präsent. Ich möchte mich hiermit bei Allen für Ihre Bereitschaft bedanken.

 

Das Highlight des letzten Sommers war der 2-tägige Ausflug in die Rheinschlucht. (Bericht im letzten Mitteilungsblatt). Es war eine Tour mit vielen Varianten und Überraschungen, aber es war trotzdem ein schönes gemeinsames Erlebnis. Therese wagt nach Ihrer Verletzung auch schon wieder zu Turnen!

 

Ich hoffe, wir geniessen noch weitere gemeinsame und schöne Stunden, in der Turnhalle, bei einem Helfereinsatz, an einem Geburtstag, gäll Clärli, an einem Ausflug und anderen Gelegenheiten. In dem Sinn wünsche ich Allen ein gesundes und freudiges Turnerjahr 2015.

Barbara Wilmering Wetter

 

Kaum war das Eidgenössische Turnfest 2013 in Biel Geschichte, startete im Dezember 2013 der erste Instruktionskurs für die Grossgruppen-Aufführung 35+ an der Gymnaestrada in Helsinki. Iris Vallat und ich nahmen an diesem ganztägigen Kurs in Aarau teil. Ein weiterer Kurs folgte im März 2014. Dort wurde uns die leicht abgeänderte und durch ein „Intro“ erweiterte Choreografie des Auftritts in Biel mit dem „Schlauch“ vermittelt. Dazu kam eine neue Vorführung, die wir „Finale“ nannten und in Helsinki an der „Midnight sun special“ zeigen durften. Wir, sechs Frauen und ein Mann, trainierten dann einmal pro Monat in der Theater-Turnhalle diese drei Choreografien.

Anfangs April gab es das erste Blocktraining in Roggwil, ende April 2014 bekamen wir schon die offiziellen Kleider zur Anprobe. Gleichzeitig wurden auch vom Reisebüro „Kontiki Reisen“ Sonderwünsche für verlängerte Aufenthalte entgegengenommen. Ab Herbst 2014 erhielten wir schon alle Sonderbuchungen bestätigt. Im Dezember 2014 fand nochmals ein Instruktionskurs für Leiter 35+ in Aarau statt. Im neuen Jahr, im März, fand ein Blocktraining in Niederbipp statt, am 2.Mai ein Gesamttraining in Olten, am 31. Mai in Luzern und am 21. Juni in Dörflingen am Kantonalen Turnfest von Schaffhausen.

Am 10. Juli 2015 ging’s dann endlich los. Im Zug zum Flughafen Zürich feierten wir den Start mit einem Cüpli. „Kontiki-Mitarbeiterinnen“ empfingen die grossen Gruppen von Reisenden mit weissen Poloshirts, roten Jacken, schwarzen Trainingshosen und den weissen Schuhen am Flughafen. Unsere gymnestrada 2015 01Reise mit der „Baltic“ über Riga hat planmässig geklappt. Wir kamen um 1:30 in der Nacht in Helsinki an und wurden mit Bussen zur Unterkunft gefahren. Insgesamt mussten gut 4000Turnende aus der Schweiz innert 3 Tagen nach Helsinki transportiert werden! Da unsere Gruppe im Schulhaus übernachtet hatte, dauerte es in der Ankunftsnacht bis um 4Uhr, bis wir endlich auf unseren Schlafmatratzen lagen! Der Samstagmorgen begann gleich hektisch, denn es gab nur bis um 9Uhr Frühstück. Nachdem wir uns mit den Räumlichkeiten, den Duschen und der Hausordnung vertraut gemacht hatten, unseren Batch für Mittagessen, OeV-Karte und Programmheft bekommen hatten, starteten wir zum ersten Stadtbummel. Immer wieder begegneten wir anderen Schweizern, erkennbar an den roten Softshell-Jacken.

                       

Das Wetter war sehr schön, etwas kühler als in der Schweiz, wo eine Hitzewelle herrschte. Wir besuchten die bekannten Orte wie der Markt am Hafen, die Tuomiokirkko am Senatsplatz, schlenderten durch die Esplanaden und machten eine Stadtrundfahrt mit dem „Hop on Hop off- Bus“. Anschliessend besuchten wir die Felsenkirche, die Sehenswürdigkeit von Helsinki

Am Sonntag fand dann die grosse Eröffnungsfeier im Olympiastadion statt. Während der langen Wartezeit vor dem Einmarsch kam man mit vielen Leuten ins Gespräch.

gymnestrada 2015 02Die Eröffnungszeremonie wurde mit einem „Fahnentanz“, Reden und verschiedenen Choreografien von Finnischen Turnerinnen und Turner gestaltet. Danach wurden die 52 teilnehmenden Nationen begrüsst und damit die 15. World Gymnaestrada eröffnet.

Am Montag starteten die Darbietungen auf den Show-Bühnen. Bis am Freitag gab es in acht Hallen im Messezentrum „Messukeskus“ zwischen 9Uhr morgens bis 5Uhr abends gute, sogar sehr gute 20minütige Shows zu sehen. Ein umfassendes Programmheft informierte uns über alles was in dieser Woche wo zu sehen war. Es gab 19 Schweizer Gruppen, die Ihr Können präsentierten. Neben den Vorstellungen in der Halle gab es auch „Stadtbühnen“. Auf drei Plätzen in der Stadt waren Darbietungen von 11Uhr morgens bis 5Uhr abends zu sehen.

 

Die 20‘000 Turnenden wurden über Mittag im Messezentrum verpflegt. 24 Fassstrassen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Frühstück gab es jeweils in der Unterkunft.

gymnestrada 2015 03Am Montagabend sahen wir uns den „Schweizer Abend“ in der Eishalle an. Ein Feuerwerk von turnerischem Können mit Witz und Akrobatik.

Am Dienstag waren wir selber engagiert. Am Morgen stand ein Training für die “Midnight Sun special“ Show im Olympiastadion an, am Nachmittag fand unser erster Auftritt statt. Leider hat nicht alles geklappt, vor allem der Wechsel von der ersten zur zweiten Formation. Einige standen falsch und haben es nicht gemerkt. Etwas frustriert verliessen wir den Platz! Abends trafen wir uns dann mit den Damen der 55+-Gruppe zum Nachtessen.

Am Mittwoch waren wir den ganzen Nachmittag im Olympic Stadion mit Stellproben, und Hauptprobe für den Auftritt am „Midnight sun special“ um 21Uhr beschäftigt. Dieser Auftritt hat dann gut geklappt.

Donnerstag war für uns ein freier Tag, somit hat jeder sein eigenes Programm gestaltet.

Am Freitagnachmittag war nochmals ein Auftritt der Grossgruppen im Sonera-Stadion. Diesmal hat’s perfekt geklappt. Wir hatten bei all unseren Auftritten immer schönes Wetter, manchmal mit Windböen, die unseren Schlauch und das Theraband aus der „Flugbahn“ brachten.

Am Samstagnachmittag fand dann die Schlussfeier statt. Dies war eher enttäuschend, nach all den qualitativ guten Darbietungen, die wir nun eine Woche lang geniessen durften. Danach liessen wir noch gut zwei Stunden von der guten Stimmung im Festzelt mit Finnen, Norwegern und anderen Nationen mitreissen.. Es wurde getanzt und Kleider getauscht mit anderen Nationen, eine Tradition unter Turnerinnen. Männer machen es weniger! So bin ich nun im Besitz eines finnischen Shirts und eines Rucksacks, einer norwegischen Hose und einer portugiesischen Schildmützen.

gymnestrada 2015 04Die Heimreise, diesmal über Kopenhagen, startete sehr früh am Sonntagmorgen.

Ein paar Zahlen zu diesem Grossanlass:

  • Gut 20‘000 Teilnehmende Turnerinnen und Turner aus 52 Nationen
  • Ca.80% Frauen und 20%Männer
  • 3500-4000 Helferinnen und Helfer
  • Ca. 100‘000 Mahlzeiten wurden in dieser Woche abgegeben

Die nächste Gymnaestrada findet 2019 in Dornbirn statt.

 

Eine begeisterte Teilnehmerin

Barbara Wilmering Wetter

Die Züge waren reserviert, das Kollektivbillett gekauft, den Starterkaffee nach der Zugsfahrt organisiert, Hotels und Nachtessen reserviert, kurzfristige Abmeldung einer Person vorgenommen, Rucksack gepackt, Landkarten nicht vergessen, ein Quiz vorbereitet um die Berichtschreiberin auszuwählen,......................

dr-ausflug 2014Ziemlich entspannt, mit Vorfreude auf die kommenden zwei Tage, spazierte ich um 7Uhr über die Bahnhofspasserelle zum Treffpunkt. Praktisch alle Teilnehmerinnen waren schon da. Ich begann gleich die Kontrollmarken zu verteilen. Ich hatte eine ½Tax-Karte zu wenig! Kann doch nicht sein! Des Rätsels Lösung, Silvia hatte zwei Karten bekommen, weil diese zusammen klebten. Ist das nicht Heidi, die dort rumsteht? fragte eine Teilnehmerin. Es war Heidi, mit Rucksack und Wanderschuhen, die uns alle begrüsste und freudig verkündete, dass sie auch mitfahren werde. Habe ich was übersehen? Sie war nicht auf meiner Liste. War sie auch nicht, denn Sie hätte sich erst vorgestern entschlossen mitzufahren und nun Billett und Hotel für sich organisiert.

Der fünftletzte Wagen im Zug nach Chur war für uns reserviert. Nun hatten wir genug Zeit zum Plaudern, und für mein Quiz. Ich dachte ich stelle ein paar Fragen über den Rhein, da wir in der Rheinschlucht wandern werden und alle mehr oder weniger in Basel wohnen. Ich wollte wissen, welche Länge der Rhein hat bis zur Mündung ins Meer, durch welche 6 Staaten er fliesst und wo er entspringt. Das kam nicht bei Allen gut an, denn Geographie ist nicht Jederfrau's Lieblingsfach. Wir liessen diese Entscheidung, wer nun den Bericht schreibt, beiseite und genossen die Zugsfahrt. Unser Zug hatte Verspätung, die RhB in Chur hat aber auf uns gewartet.

Die Wandertruppe, noch elf Teilnehmerinnen, folgten weiterhin dem schönen Vorderrhein-Wanderweg mit vielen schönen Einblicken in die Schlucht. Vor Castrisch führte der Weg über ein offenes Feld, dann an der kleinen RhB-Station vorbei und wieder zurück ans Rheinufer. Wieder mal genossen wir den Ausblick.“ Es fehlen doch drei Kolleginnen“? stellte ich fest. Ich lief zurück und sah gerade noch, wie die Drei in die entgegengesetzte Richtung wanderten. Sie hätten uns nicht mehr gesehen und gedacht, dass sie nun schon zu weit gegangen seien und liefen wieder zurück. Wieder vereint, nahmen wir die letzte Etappe unter die Sohlen. Kurz vor Ilanz begegneten wir einer Dame mit einem Hund, die mich ansprach, ob wir die Gruppe aus Basel seien, die bei Ihnen übernachten werden. Die Ersten seien bei Ihr schon einquartiert. Da war ich froh, dass die „Bahntruppe“ auch schon das Hotel gefunden hatte. Doch was ist da hinten passiert? Ich entschuldigte mich bei Frau Müller, dass ich sie so stehen liess, und eilte zu meinen Kolleginnen. Therese sass am Boden und klagte über Schmerzen im Handgelenk, denn sie sei gestürzt. Das sah nicht gut aus. Schnell kam Vally mit Dreiecktuch, elastischer Binde und ihren Einlegesohlen und Katy gab der Patientin ein Schmerzmittel. Wir stützten das Handgelenk mit den Sohlen und fixierten den ganzen Unterarm mit einer elastischen Binde. Mit dem Dreiecktuch knüpften wir eine Trageschlaufe für den dr-ausflug 2014 01Unterarm, zur Entlastung. Frau Müller bot uns an, später mit Therese ins Spital von Ilanz zu fahren. Tapfer marschierte sie noch die letzten 15 Minuten zum Hotel Glenner. Katy begleitete sie ins Spital. Da das Hotel Glenner nur vier Zimmer anbietet, mussten wir uns in zwei verscheidene Hotels aufteilen. Die Damen, die im Hotel Rätia untergebracht waren, marschierten nun ins Städtchen. Im Hotel erfuhr ich, dass auch hier schon ein paar eingecheckt hätten. Dann hat’s ja prima geklappt mit der Hotelaufteilungsliste, die ich Rosette mitgegeben hatte! Nun brauchte ich aber zuerst mal eine Pause! Zu fünft setzten wir uns auf die Terrasse und genossen unser verdientes Panachée.

Da wir unser Nachtessen im Hotel Glenner reserviert hatten mussten wir noch einen 10 Minuten Spaziergang dorthin einrechnen. Also, ab unter die Dusche! Aber wo? Unsere Etagendusche war noch eine Abstellkammer! Eine Etage höher hat’s dann geklappt. Das Hotel wurde renoviert, es war noch nicht alles fertig. Dorli und Jacky hatten dafür eine Hightech-Dusche und mussten zuerst das normale Licht dafür finden. Beleuchtung in rot und blau, blinkend oder eher schummerig, war alles möglich. Frisch geduscht, etwas ausgeruht spazierten die neun „Rätia-Bewohner“ zum Hotel Glenner. Wir wurden von den sieben Damen, die dort untergebracht waren, empfangen. Alle wollten von Katy wissen, wie es Therese geht. Sie hatte Elle und Speiche gebrochen und wurde gleich operiert. Wir freuten uns auf's Nachtessen. Drei Menus und zwei Vorspeisen hatten wir zur Auswahl . Die Portionen waren reichlich und sehr gut. Der Koch hatte bei meiner Reservation im Frühling nicht zu viel versprochen, als er sagte: „ wir kochen besser....“ Frau Müller bediente uns vorzüglich und sehr herzlich. Ich bedankte mich nochmals für die Hilfe in unserer Notsituation am Nachmittag. Nach dem Znacht fuhr Frau Müller nochmals mit Katy ins Spital um Therese's Rucksack zu bringen. In der Zwischenzeit räumten wir alles Geschirr in die Küche, um Frau Müller beim Aufräumen zu helfen. Sie hat es sehr geschätzt, als sie vom Spital zurück kam. Die „Rätia-Gäste“ und Heidi, die in einem dritten Hotel untergebracht war, spazierten ins Hotel zurück. Einige gönnten sich noch einen „Schlummertrunk“ vor dem Schlafengehen.

dr-ausflug 2014 02Nach einem in allen Hotels reichlichen Frühstück trafen wir uns beim Bahnhof. Wir schrieben noch eine Karte für Therese und Eine für Clärli. Um 9:30 Uhr fuhren 14 Damen mit dem Bus nach Laax-Flims, drei Damen besuchten zuerst Therese im Spital und kamen eine Stunde später nach. In Flims Waldhaus regnete es, sodass wir mit Regentenue zum Caumasee spazierten. Verschiedene Wege führten zum See runter, unter anderem eine Standseilbahn. Schon gab es wieder drei Gruppen: Die Bahnfahrer, die Wanderer und die Gruppe, die nochmals zur Busstation hoch spazierten, die drei Spitalbesucherinnen abzuholen. Im Restaurant am Caumasee trafen wir uns wieder um schliesslich gemeinsam zum Crestasee zu wandern. Nicht ganz alle, denn Jacky fuhr wieder nach Ilanz zurück um Ihre Ferien im Wallis fortzusetzten. Wir marschierten Richtung Conn. Die architektonisch schöne Plattform „Il Spir“ bot uns einen gewaltigen Tiefblick von gut 300 Höhenmeter in die Rheinschlucht.

Nun wanderten wir weiter durch den Wald zum Crestasee.

Einige setzten sich ins Gartenrestaurant, ein kleineres Grüppchen ans Seeufer zum picknicken. Schon bald dr-ausflug 2014 03wurden wir dort von Enten belagert, die auch ein paar Brocken von unserem Brot bekamen. Den Kaffee tranken wir dann im Restaurant. Das Essen wurde relativ spät serviert, sodass es nochmals hektisch wurde. Ich wollte rechtzeitig losmarschieren, um unseren reservierten Bus nicht zu verpassen. Doch wir kamen rechtzeitig zur Busstation und richteten uns mit Regenschirm auf eine längere Wartezeit ein.

Doch schon nach zehn Minuten hielt ein leerer Bus, viel früher als erwartet, und fuhr uns direkt nach Chur zum Bahnhof. Somit hatten wir genügend Zeit, uns im reservierten Bahnabteil gemütlich für die lange Fahrt einzurichten. Fahrpanmässig trafen wir um 18:30 in Basel ein. Es waren zwei erlebnisreiche und schöne Tage. Ich hoffe, es hat Allen gefallen, den Wanderfreaks, den Genusswanderern, den Wenigwanderern, den Teilstreckenwanderern und auch unserer Therese, deren Bruch hoffentlich baldwieder geheilt ist.

 

dr-ausflug 2014 04

 

   
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