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Nach der erfolgreichen letzten Saison, welche wir mit dem Gewinn der Meisterschaft beendeten, konnten wir beinahe mit der gleichen Mannschaft in die neue Spielzeit starten. Einzige Ausnahmen waren Nathalie, die mit dem Volleyballspielen aufhörte und Christine, die wir als Neuzugang begrüßten. Heidi musste wegen ihrer zweiten Schwangerschaft während der Hinrunde pausieren.

Zum Saisonbeginn war unsere Mannschaft aufgrund von Ferienabwesenheiten und Trainingsausfällen mehr schlecht als recht eingespielt. Unserer Motivation tat dies jedoch keinen Abbruch und wir konnten sogleich die ersten beiden Spiele für uns entscheiden. Danach endete jedoch sehr schnell unsere Glückssträhne und wir mussten eine Serie von sechs Niederlagen in Folge hinnehmen.

Die Gründe dafür waren vielfältig. Der krankheits-bedingte Ausfall von Andy, unserem taktischen Kopf und Motivator war ein großer Rückschlag. Gleichzeitig hat jedoch der ausbleibende Erfolg an unseren Nerven gezerrt und zu einer gewissen Ratlosigkeit geführt. Das spielerische Potenzial der Mannschaft war seit der letzten Saison nahezu unverändert. Neben aller Begeisterung für taktische Spielzüge und technische Einzelfähigkeiten hat sich gezeigt, dass in einer solchen Situation Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und eine positive Grundstimmung viel wichtiger sind. So erlebten wir neben den vielen schönen und fröhlichen Momenten auch, dass Konflikte zum Volleyballsport dazugehören. Wir mussten lernen mit solchen sportlichen Krisen emotional umzugehen und diese gemeinsam zu lösen. Leider hat sich Vera nach dem 6. Saisonspiel entschieden nicht länger in der Mixedmannschaft spielen zu wollen und sich stattdessen verstärkt der Damenmannschaft zu widmen. Gleichzeitig teilte uns Steffi mit, dass sie aus beruflichen Gründen ebenfalls die Mannschaft verlassen wollte. Die Abgänge unserer beiden Passeusen bedauerten wir sehr. Als dann unser Mittelangreifer Martin Oehri sich einen Kreuzbandriss zuzog und Christine sich ebenfalls am Knie verletzte, war unser Team auf nur sechs Spieler-Innen geschrumpft. Zu diesem Zeitpunkt mussten wir uns fragen, ob wir mit nur einer Passeuse die Saison zu Ende spielen können. Bei einem geselligen Abendessen fassten wir jedoch schnell neuen Mut, da uns auch die anderen Mannschaften des Turnvereins ihre personelle Unterstützung zusicherten. An dieser Stelle möchte ich im Namen des ganzen Teams ein herzliches Dankeschön an Jeanine, Remy, Phillip und Britta von den Ballefitzern, Simone und Pit von den Zwaergli und Doris von den Damen 3 richten, welche mit großem Engagement dabei waren. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter konnte auch Heidi wieder mit uns auf dem Feld stehen. Diese personellen Verstärkungen zeigten Wirkung und verhalfen uns zu Siegen im zweiten und dritten Spiel der Rückrunde. In den letzten vier Saisonspielen trafen wir dann jedoch auf sehr starke Mannschaften und hatten leider auch nicht immer das notwendig Glück, sodass wir keinen weiteren Sieg verbuchen konnten. Wir schließen die Saison auf dem achten und letzten Platz ab und werden in der nächsten Spielzeit in der zweiten Liga spielen.

Obwohl das rein sportliche Ergebnis der Saison 2011/12 alles „Andere“ als überzeugend war, bot diese Spielzeit viel Spannung, Kampf und Dramatik. Ganz besonders möchte ich im Namen von allen Andy für seine engagierte Arbeit als Riegenleiter und Coach danken und weiß wie schwer es für ihn war, während seiner Verletzungszeit nur verbal ins Spielgeschehen eingreifen zu können. Auch wünsche ich allen anderen Verletzten eine schnelle Genesung und hoffe, dass man euch bald wieder auf dem Volleyballplatz sehen kann.

Während unseres Saisonabschlussessens berieten wir über die Zukunft der Mannschaft. Die meisten SpielerInnen wollen auch in der nächsten Saison weiterhin zusammenspielen. Wir diskutierten ebenfalls über die Idee des Turnvereins eine Oldie-Mannschaft zu gründen, für die einige SpielerInnen ihr Interesse bekundeten. Aufgrund des weiterhin bestehenden Spielermangels bei den „Anderen“ wird die Zukunft der Mannschaft letztendlich aber auch von der personellen Situation in den anderen Mannschaften des Turnvereins abhängen. In der Sommerpause werden die „Anderen“ Kontakt mit den restlichen Teams aufnehmen und versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden. Andy wird in der nächsten Saison sich verstärkt im Vorstand des Turnvereins engagieren und deshalb seine Funktion als Riegenleiter an ein anderes Mannschaftsmitglied abgeben. Ich selber habe mich entschieden die „Anderen“ zu verlassen und in der nächsten Saison bei den „Schneewittli“ zu spielen. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen MitspielerInnen für die vielen spannenden Spiele, interessanten Gespräche und geselligen Stunden bedanken. Es war toll mit euch.

Ich wünsche allen Riegen des Turnvereins St. Johanns weiterhin viel Freude am Sport und alles Gute für die nächste Saison. Es ist sehr schön zu sehen, wie viele nette Menschen mit unterschiedlichen Charakteren sich im Turnverein St. Johann engagieren. Gleichzeitig freue ich mich über die vielen sportlichen Möglichkeiten, die der Verein den Mitgliedern jeden Alters, jeder Spielstärke und mit unterschiedlichen Ambitionen bietet.

   
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